Daten selbstbestimmt managen



Qualitätsfirmen bieten Datenschutz made in Germany

Viele Internetnutzer verwenden zum Anmelden bei einem neuen Online-Händler oder anderen Internetportalen ihre Facebook- oder Google-Identität – um nicht jedes Mal ein neues Konto zu erstellen. Mittels dieser Single-Sign-Ons (SSO) fließen bislang allerdings die Daten auch in die kalifornischen Zentralen. Die versammelte Kraft der deutschen Wirtschaft versucht nun mit VERIMI, dem eine eigene Lösung entgegenzusetzen.

Unter Führung der Deutschen Bank arbeitet ein großes Konsortium – darunter Allianz, Daimler, Lufthansa, Deutsche Bahn, Axel-Springer und viele andere deutsche Wirtschaftsgrößen –, daran, dass die Daten in der Heimat bleiben.

Dies auch vor dem Hintergrund der im Mai 2018 eingeführten Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Dafür wurde ein Start-up in Kreuzberg in den Räumen der Bundesdruckerei gegründet, die ebenfalls mit im Boot ist.

Doch warum ist es so wichtig, Daten selbstbestimmt zu managen?

Nur noch ein Nutzerkonto für verschiedene Firmen – das ist auch eine Innovation, die der deutsche Identifikationsmarktführer WebID etabliert hat. „Viele der Endkunden, die wir betreuen, nutzen Dienstleistungen von völlig unterschiedlichen Geschäftskunden von uns. Folglich müssten sie mehrmals unsere Identifikation durchlaufen, was gar nicht sein muss. Dafür haben wir eCheck eingeführt – die automatisierte Personenüberprüfung. Wiederkehrende Nutzer, die bereits eine Videolegitimation bei uns absolviert haben, können sich bei uns ein persönliches Nutzerprofil, eine digitale „True Identity“, anlegen. So können sie sich bei erneuten Identifikationsvorgängen automatisch, sicher und schnell verifizieren.“, sagt Frank Stefan Jorga, CEO des Identifikationsspezialisten WebID.

WebID hat mit seinen ausgefeilten Abläufen und einem mehrfach geschützten Hochsicherheits-Identifikationscenter Branchemaßstäbe gesetzt. „Das erwarten unsere Geschäftskunden, aber auch die Endkunden. Schließlich sind wir Deutschen besonders sensibel, wenn es um unsere Daten geht.“, so Jorga.

Und wie stellt VERIMI sicher, dass die Daten verschlüsselt bleiben? Tobias Enke betont: „VERIMI schützt die Kundendaten auf mehreren Ebenen. Zum einen werden sämtliche Nutzer-Konten individuell verschlüsselt. Damit wären die Nutzerdaten auch bei einem unerlaubten Eindringen in die Systeme geschützt. Zum anderen haben selbst Nutzer nur mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung Zugriff auf ihre sensiblen Daten, zum Beispiel durch einen Code oder einen biometrischen Faktor auf dem Smartphone.“
Banking-Experte Julian Grigo vom Branchenverband Bitkom sieht eine solche Form der Authentifizierung besonders auch für FinTechs oder Crowdfunding-Plattformen als spannend an, „weil die verbreiteten Lösungen etwa von Facebook und Google nicht die notwendigen Anforderungen der Finanzaufsicht erfüllen, um beispielsweise ein Bankkonto zu eröffnen.“ Bei FinTechs wiederum kommt auch die WebID ins Spiel. „Wir sind mit der Finanzbranche als Hauptkunde gestartet und groß geworden und sehen uns selbst als fester Bestandteil der FinTech-Szene an. Vor allem die strengen Vorschriften in der Finanzindustrie haben uns gezwungen, unsere Prozesse ausgesprochen sicher zu machen. Dieser hohe Anspruch hilft uns heute und daher können wir den Datenschutz made in Germany nun auch in andere Länder tragen, aktuell etablieren wir zwei Standorte in den USA, nämlich in New York und im Silicon Valley.“, so WebID-Chef Frank S. Jorga abschließend.

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